Politisiertes Spiel

Ein Großteil der Beförderung für die österreichische Firma Matador basierte auf der Veröffentlichung des Matador Zeitung, das zwischen 1905 und 1939 mehrmals pro Jahr auftrat. Das reich illustrierte Magazin präsentierte Modelle für Brücken, Autos, Krane, Pulleys und Züge und viele andere Konstruktionen. Allmählich änderte sich der Ton in der Zeitschrift und in anderen Matador-Werbematerial Mitte dreißig. Kriegsbezogene Objekte wie Panzer, Kanonen und verschiedene Militärfahrzeuge dominierten. III. In dieser Wendung spiegelten sich die sich ändernde politische Situation und den Aufstieg des Nationalsozialismus wider. Die Familie Korbuly (Vater und Söhne, die das Geschäft nach ihm fortsetzten) waren dem zu dieser Zeit vorherrschenden „Camp Thinking“ konform und unterstützte die NPD, eine österreichische politische Partei, die antisemitische Ansichten förderte. Das Cover von Matador Zeitung vom März 1938 enthielt einen Rahmen mit dem Hakenkreuz und die Erklärung: Die Matador Firma ist seit seiner Gründung im Jahr 1903 aryanisiert. Das Cover stellte auch eine Flugabwehrpistole vor, die von Albert Draschinsky (vermutlich ein Kind oder Jugendlicher) entworfen und eingereicht wurde. Dies ist ein charakteristisches Beispiel für ein festes Kooptieren von Kindern unter dem Deckmantel des Spiels. Kinder lieferten nicht nur einen Großteil des Inhalts des Magazins kostenlos und unterstützten so die kommerziellen Ziele des Unternehmens, sondern wurden auch dazu manipuliert, zu politisch motivierten Aktivitäten beizutragen. Auf diese Weise wurden die Kinder durch scheinbar unschuldiges und kreatives Spiel an visuelle, materielle und ideologische Ausdrücke von Nationalismus, Militarismus und anderen Formen der Aggression gewöhnt.

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